Rückblick 2020 – Fokus auf 2021

2020 war … ach, ihr wisst schon …
Als Optimistin habe ich meine Chancen genutzt und an kreativen Projekten gearbeitet, zu denen ich sonst nicht so komme. Ich konnte viel zeichnen und experimentieren.
Wenn ich mir mein Instagram-Profil und die Blogartikel von 2020 ansehe, dann haben Tiere eine große Rolle gespielt. Ich habe lebende Tiere, Kuscheltiere und Tiere von Fotos abgezeichnet. Dabei habe ich im Stil, in Geschwindigkeit und Genauigkeit und mit dem Material variiert. Wie so oft stelle ich dann fest, dass die schnelleren und gröberen Skizzen mir vom Ausdruck her besser gefallen. Spontan und locker sieht das aus.
Aber so gaaanz locker sind auch diese Zeichnungen nicht entstanden, denn das Hinschauen, das Layout und die Proportion der Objekte wird genauso sorgfältig geplant, wie bei den langsameren, präziseren Zeichnungen. Im Inktober hatte ich besonders viel Übung. Jeden Tag etwas zu zeichnen bringt mich wirklich weiter. Ich sehe schneller worauf es ankommt und kann es besser umsetzen.

In meinem Garten und meiner Umgebung gibt es auch viel zu zeichnen, oft hatte ich das Skizzenbuch dabei und habe Urban Sketching in der Elbmarsch gemacht. Auch beim Wandern in der Heide, in Wäldern, bei Hunderunden und bei Verwandtenbesuchen habe ich skizziert. Und wie viele andere Sketcher auch, habe ich andere Orte mit Hilfe von Google Earth gezeichnet. So wurden einige Skizzenbücher gefüllt.

Ich habe fiktive Landkarten und Inselkarten gezeichnet. Sie sind im A3-Format und ich hätte sie gern als Postkarten drucken lassen, aber dafür ist die Schrift dann zu klein geworden.
Fundstücke wie Federn oder Steine und Dinge in meinem Haushalt wurden auf Papier gebracht. Lockdown ist kein Grund um nicht zu zeichnen. Im Gegenteil! Ich habe die Zeit auch genutzt und den Online-Zeichenkurs „Finding Edges“ bei der wunderbaren Liz Steel absolviert.

Zumindest einen Kalligrafie-Workshop konnte ich besuchen, der war zum Thema Capitalis Rustica bei Brigitte Schrader.

Ab Sommer habe ich mich kreativ viel im textilen Bereich bewegt. Ich habe Wolle gesponnen und gefärbt und „Spinnfutter“ für andere Handspinner kreiert, u.a. einen Adventskalender, mit 24 Tüten, aus recycleten Landkarten genäht, die voller schöner Fasern steckten. Die Wolle diente mir hier als fluffiger Farbkasten. Solche Sachen könnt ihr bei Lake House Mood auf Instagram sehen.

Es war also eine ganze Menge möglich und ich habe mich künstlerisch weiter vorgewagt. In mein Ideenbuch hab ich auch viel notiert und skizziert. Das Jahr war dann doch schneller um als gedacht und es mangelt mir nicht an neuen Ideen.

Immerhin 37 Blogartikel habe ich geschrieben, und 6 wundervolle Interviews veröffentlicht. Eine Künstlerin, ein Konzertveranstalter, ein Siebdruck-Künstler, ein Archäologe, eine Yoga-Lehrerin und ein Illustrator haben 2020 erzählt was sie umtreibt. Es sind jetzt 17 Interviews und die Reihe wird fortgesetzt.

Und was plane ich für 2021?

Ich mag Challenges. Aber sie dürfen nicht in Stress ausarten, sondern sollen ein gutes Maß an Herausforderung und Spaß beinhalten.
Jeden Monat möchte ich mir ein eigenes Thema vornehmen, im Januar geht es los mit Stempel schnitzen. Das wollte ich schon länger, aber im Dezember, zum #CarveDecember klappt es nie, das ist einfach ein ungünstiger Monat. Mein Ziel ist es, Muster umzusetzen, die ich 2018 als Minikachel-Muster in einem Alphabet eingesetzt hatte. Und dann mit den Mustern weiterzuarbeiten.

Im Februar wird mein Thema Buchbinden … herrlich! Im März aktualisiere ich vermutlich meine Sütterlin-Kenntnis, später im Jahr möchte ich Papier schöpfen, weben, botanische Zeichnungen anfertigen, mit Keramik arbeiten, die Farben von Edelsteinen entdecken … ich möchte dazulernen und in den Dingen, die ich schon gut beherrsche noch besser werden. Aber bitte ohne Stress, d. h. wenn es zeitlich gerade nicht passt, dann lasse ich es eben. Trotzdem nehme ich mir erstmal ordentlich was vor.

Die monatliche Challenge Are you Book enough hat wieder schöne Themen, da würde ich gern das eine oder andere mitmachen. Die Illustratorinnen Leonie Pfeiffer (@goldenerstrich) und Petra Heider (@una.kritzolina) haben sich auch schöne kreative Aufgaben für jeden Monat ausgedacht.

Welche Workshops möglich sind weiß ich ja noch nicht, aber mehr Kalligrafie als 2020 wäre gut. Ich lasse mich überraschen was alles geht. Online-Workshops bieten jetzt auch viele Kalligrafen und Buchbinder an. Die Koptische Bindung bei Marí Emily Bohley steht weit oben auf meiner Liste.

Mein kreatives Erfolgsteam konnte ich zuletzt nicht live sehen. Natürlich geht auch alles mit Zoom, aber der gemütliche Plausch und die Ideen, die dabei nebenbei sprudeln, sind schwer zu ersetzen. Ich hoffe, dass wir uns bald wieder live und bunt erleben können.

Und dann hab ich natürlich viele Bücher auf der Liste, und ordentlich Geld werde ich mit meiner Kreativität sicher auch verdienen :-)

Habt ihr euch auch (zu)viel vorgenommen, oder lasst ihr es einfach auf euch zukommen? Wie auch immer: genießt es!

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