Endspiration 04

Diese #endspiration wird kuschelig!

Beim Zeichnen haben wir immer die Möglichkeit unseren Fokus auf ganz unterschiedliche Dinge zu setzen: Form, Lichtstimmung, Farben/Nuancen, Perspektive, Kontrast, Größenverhältnis, Linien, Flächen … und natürlich auch Strukturen und Material.
Stofftiere sind dankbare Objekte um sich mit Material zu beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um das äußere, sondern auch um das innere Material. Ich habe ein paar Beispiele für euch gesammelt.

Thema 04: „Fell, Fasern, fluffig“

Guckt genau hin: Oskar und Carlson sind aus weichem Velour genäht, da gibt es kein sichtbares Fell, keine Haare. Oskar hat nur auf dem Kopf ein kleines Haarbüschel. Die Form und die Nahtstellen sind sichtbar und können betont werden. Licht und Schatten auf den Körpern betonen deutlicher die Form als bei den Kuscheltieren, die Fell haben.
Ihr Inneres ist weich, sie können allein kaum aufrecht sitzen, deshalb lehne ich sie aneinander.

Fiete hat weiches Fell, es steht in alle Richtungen fluffig ab, hier kann gekritzelt werden. Gesicht, Hände und Füße sind aus Velour, eher glatt und mit Nähten. Seine Arme und Beine sind aus weicher Kordel, also hate er keine „Körperspannung“ und neigt dazu zu liegen.
Eisbär ist recht fest ausgestopft und kann gut sitzen und stehen. Bei ihm ist die Schnauze aus Velour und der Rest Fell. Da alles weiß ist, kann die Fluffigkeit durch Licht/Schatten betont werden. Zuerst vorsichtig mit blassgrau und dann etwas mehr an den Stellen an den deutlichere Schatten entstehen. Aber leichte Tonwertunterschiede sind im ganzen Fell zu finden, wenn man genau hinsieht.

Hasi ist sehr klein und ganz fest, so wie ein Steifftier. Das war eine ganz schnelle Skizze, bei der ich das Fell am Körper und Velour in den Ohren angedeutet habe.
Im Gegensatz dazu ist Eli superweich, was durch zusätzliche weiße Striche im Fell betont wird. Er ist mein erstes Kuscheltier, also über 50 Jahre alt, und wurde schon an vielen Stellen genäht. Auch das möchte ich betonen und nicht weglassen. Wenn man diese typischen Stofftierattribute weglässt, dann kann aus einem kuscheligen Tiercharakter leicht ein vermeintlich schlecht gezeichnetes reales Tier werden. Also immer schön gerade solche Details wie Nähte, Knopfaugen, Ausbesserungen etc. verdeutlichen.

Von dem Teddy hatte ich kein Original, nur ein Foto, denn das Buddenbrookhaus suchte auf Instagram nach dem ursprünglichen Besitzer des Teddys. Die Oberfläche sieht kurzlockig aus, also habe ich mit dem Füller etwas lockerer herumgekringelt. Die Pfotenflächen waren aus Velour und es gab ein paar deutliche Ausbesserungen. Er ist steif ausgestopft und kann gut sitzen. Manche Stofftiere haben gestickte Nasen aus glänzendem Garn, diesen Glanz kann man auch gut bervorheben.

Wie sind denn eure alten Stofftiere beschaffen? Guckt sie euch genau an und malt oder zeichnet sie!

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