Motivation, Input, Challenges

„Wer ein Warum hat, dem ist kein Wie zu schwer“, wusste Friedrich Nietzsche.

Im Grunde bin und war ich immer motiviert kreativ zu sein. Kreativität bedeutet für mich Entwicklung, Bewegung, Leben. Sie ist Nahrung und Kontakt mit mir selbst, und mit dem Außen. Sie ist Berufung und Freude.
Aber es fällt manchmal schwer, die Motivation auch in privateren/freien Projekten im Alltag zu halten. Das kennt ihr vielleicht auch: Der Kopf ist voller Ideen, aber es gibt so viele Termine, die Wäsche muss zusammengelegt werden, der Hühnerstall geschrubbt, die Tiere gefüttert, die Oma angerufen, die Mails beantwortet, das Fahrrad repariert, die Pfandflaschen weggebracht, der Bücherstapel gelesen, die Pflanzen umgetopft … diese Listen enden nie. Nie.
Und deshalb kann es passieren, dass kreative Projekte hinten runterfallen. Sie sind ja nicht so wichtig.

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Papierschöpf-Workshop

Vor 25 Jahren packte mich der Papier-Virus. Damals bin ich auf der Rückreise aus dem Süden durch Lenningen gekommen. In der Altstadt habe ich eine Papiermühle und das Museum für Papier- und Buchkunst entdeckt und bin mit großen Augen durch die Ausstellung gestolpert. Die Ideen, was man alles so künstlerisch mit Papier anstellen könnte, klickerten durch meinen Kopf.
Zuhause hab ich mir dann mein erstes Buch über Papierschöpfen gekauft und mir aus Holzleisten, Winkeln und feinem Drahtgeflecht Siebe gebaut.
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Individuelle Postkarten

Eine kleine Menge individueller Karten lässt sich ganz einfach selbst machen. Ohne Computer, ohne Drucker. Man muss nicht immer alles in großen Auflagen drucken lassen.
Für meine Danke-Karten habe ich eine große Collage auf Aquarellkarton gestaltet. Dafür habe ich alles Mögliche verwendet: dünne Seiten aus alten Kirchenbüchern, Seidenpapiere, Teebeutel-Gaze, Coffeepad-Papier, Zeitschriftenbilder, Zigarettenpapier u. ä.

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Faktor Mensch

Bevor ich in den nächsten Workshop verschwinde, möchte ich noch etwas loswerden.
Bei einem Workshop weiß man ja nie, was einen erwartet – das macht es so spannend. Du weißt ein wenig über den Dozenten und hast eine Beschreibung des Themas. Du hast eine Materialliste: Entweder bringst du viel zu viel mit, oder du hast das, was du dann brauchst nicht dabei. Egal – irgendwer leiht dir was oder du improvisierst.

Ein besonderer Faktor eines Workshops sind die anderen Teilnehmer. Wer kommt, auf welchem Level arbeiten sie und wie viel oder wenig Input brauchen sie vom Dozenten. Da gibt es die Unabhängigen (30%), die Teamplayer (20%), die Sauger (5%), die Verzweifelten (5%) und die Unsichtbaren (40%). Natürlich gibt es auch Mischtypen oder welche, die mal so, mal so sind, je nach Thema und persönlichem Aggregatzustand.

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Warum ein klares Briefing Zeit und Geld spart

Oft bekomme ich Aufträge ohne, oder mit sehr schwammigem Briefing.
Woran liegt das?

1. – Die Auftraggeber haben dafür gerade keine Zeit
2. – Sie glauben, dass ich Gedanken lesen kann
3. – Sie wissen einfach nicht was ein Briefing ist
4. – Sie wissen nicht warum wir Gestalter ein klares Briefing brauchen
5. – Sie wissen nicht wie man ein Briefing macht

Ich möchte hier einmal Punkt 4 und 5 genauer beleuchten. Dadurch werden sich Punkt 1, 2, 3 automatisch in Luft auflösen.

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