Nordische Filmtage 2020

Jedes Jahr besuche ich die Nordischen Filmtage in Lübeck. 2020 war das nun nicht möglich. Aber das Team um Linde Fröhlich hat wunderbarerweise in kürzester Zeit eine Alternative geschaffen. So konnte man innerhalb Deutschlands einen Großteil der Filme streamen.

Zumindest 6 Filme habe ich gesehen, jeder auf seine Weise besonders.

In der Dokumentation Aalto über den finnischen Architekten und Designer Alvar Aalto erfährt man viel über ihn, sein Design und die Arbeit seiner begabten Frauen. Auch in Deutschland gibt es einige Aalto-Gebäude. Spannend!

Cicero hat mich besonders berührt, da ich einige Jahre für Roger Cicero Cover, Logo, DVDs und Presse-Folder gestaltet habe und seine Musik sehr mochte. In der Dokumentation kommen viele Menschen zu Wort, die ihm nah waren und es geht auch sehr viel um seinen Vater Eugen Cicero. Großartig!

Filme aus dem Baltikum interessieren mich besonders. Ich habe Verwandtschaft in Lettland und höre die Sprache gern. Mein Versuch sie zu lernen ist aber gescheitert, die Grammatik ist mir zu heftig :-)

Jelgava ’94 ist ein Teenagerdrama mit Metal-Musik. Hat mir gut gefallen und zurecht auch einige Preise gewonnen. Toll!

In Die Grube der Lettin Dace Puce, geht es um einen kreativen, unverstandenen Jungen und die oft merkwürdige oder brutale Welt der Erwachsenen. Ein wirklich besonderer Film, nach einer Geschichte von Jana Egle. Es freut mich, dass der Film den Festivalpreis gewonnen hat.

Eine Frau und ihre vier Männer kommt aus Litauen und spielt Ende des 19. Jahrhinderts im Fischer-Milieu. Eine harte, andere Welt. Der Film ist schon älter, aber auch faszinierend.

Der finnische Film Helene handelt vom Leben der Malerin Helene Schjerfbeck. Ihr schwieriger, oft einsamer Weg, wurde berührend eingefangen. Sehenswert.

Ich freue mich schon wahnsinnig auf 2021, wo die Filmtage hoffentlich wieder in den Kinos in Lübeck gezeigt werden können. Das ganze Flair mit den internationalen, vor allem skandinavischen Gästen und Filmschaffenden, ist einfach toll. Die wenigsten der Filme schaffen es ja später ins deutsche Kino oder Fernsehen, und wenn dann natürlich synchronisiert. Und die, die kommen, verpasse ich meist.

Der isländische Festivalgewinner vom letzten Jahr Gegen den Strom kam mal im Fernsehen. Wunderbar! Und auch der dänische Film Ditte und Louise wurde gezeigt. Aber das sind leider Ausnahmen.

(Alle Bilder stammen von der Website der Nordischen Filmtage)

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