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Eiszeit in Hamburg

Gerade sind sie in den Druck gegangen: die Einladungen und Plakate zur kommenden Ausstellung des Archäologischen Museums (Helmsmuseum).
Eine sehr produktive Zusammenarbeit soll noch ein paar weitere Sachen hervorbringen, z.B. einen Flyer, Ausstellungstafeln oder die großen Leuchtkästen vor dem Haus.

Ab 30.9. ist die Ausstellung in Harburg dann eröffnet und wir können erfahren, wie es in der Gegend, in der heute Hamburg liegt, vor Jahrmillionen war, als es noch Mammuts gab. Es werden u.a. Skelette und lebensgroße Modelle der Tiere ausgestellt.
Im Museum gibt es auch viel für Kinder zu entdecken, die Dauerausstellung ist wirklich schön gestaltet.

Ausschussware

Diese Plakatentwürfe sind zwar schon in einem frühen Entscheidungsstadium rausgefallen, aber ich finde daß sie es wert sind hier gezeigt zu werden. Ich hatte viele Ideen und arbeite jetzt an den anderen weiter.

Flughafen-Plakat

Dieses Plakatmotiv hängt für drei Monate in einem Leuchtkasten im Ankunftsbereich des Airport Hamburg. Es ist mit 3,30m Länge kaum zu übersehen. Wenn Ihr aus dem Urlaub zurückkommt und Euer Gepäck im Terminal 1 vom Band holt, dann schaut Richtung Ausgang.

Bei der Bildbearbeitung habe ich sehr darauf geachtet, daß es keine unterschiedlichen Schwarztöne oder „Stempelfehler“ gibt, denn wenn ein Motiv auf Folie gedruckt und von hinten beleuchtet wird, dann fällt so etwas viel mehr auf, als bei einem auf Papier gedruckten Motiv mit Tonwertzuwachs. Hier passiert im Grunde das Gegenteil, es wird heller und Fehler/Übergänge leicht sichtbar. Die Collage besteht aus 3 Fotos: Sternenhimmel, freigestelltes Planetarium, Rakete.

Gabby Young Plakat

Und wieder hatte ich die schöne Aufgabe ein Plakat für eine spannende junge Künstlerin zu gestalten. Gabby Young ist eine britische Sängerin und ein „Fashion Victim“ im positiven Sinne. Von den verschiedensten Stylisten bearbeitet, schlüpft sie in immer neue phantasievolle Looks. Hier sind 3 Plakatentwürfe für Einzelkonzerte in Deutschland.
Die Schriften heißen Night Sky, Jokerman und Party.

Esperanza Spalding Plakat

Ein junges Jazztalent am Bass. Dazu ein einziges Foto und die Aufgabe ein Tourplakat zu gestalten. Natürlich habe ich mich erstmal informiert, was Esperanza Spalding genau macht um Bilder in meinem Kopf zu entwickeln, zu wissen welche Schriften und Farben gut zu dem Thema passen.
Die Musik hat etwas Spontanes, Rauhes, Bewegliches, Sanftes und Kraftvolles zugleich. Aus dem Grund habe ich das Foto teilweise mit einem groben Raster bearbeitet, den ich dann Stück für Stück aufgelöst habe.
Das Foto wird dafür im Bildbearbeitungsprogramm auf optimale Endgröße gebracht (A1, 150 dpi), dupliziert, das Duplikat mit einem Rasterfilter in grober Einstellung bearbeitet, mit einer zusätzlichen Farbebene Schlammgrau getönt, Farbebene und Rasterebene vereint. Unten liegt immer noch das Originalfoto, darüber die Rasterebene. Nun lösche ich im Raster die Bereiche, die überhaupt kein Raster bekommen sollen (Weiche Auswahlkante!), da sie optisch in den Hintergrund treten (schwarzer Fond, Instrumente im Hintergrund), dann entferne ich mit einem zerfransten großen Radiergummi auf 50% eingestellt die Teile, die noch vom Wesentlichen ablenken Schritt für Schritt, so daß Hauptsächlich das Gesicht, die Hände und die Saiten des Basses betont sind. Zum Schluß nehme ich aus dem Gesicht und von den Armen mit einem kleineren Radiergummi auf 80% Raster weg, denn auf Haut kann es auch wie eine merkwürdige Krankheit aussehen und ich will die Frau ja nicht entstellen. Vom Raster bleibt dann wenig übrig, aber das ist genau der dynamische, rauhe Effekt, den ich erreichen wollte.
Rasterebene und Bildebene werden vereint und unter neuem Namen gespeichert.
Zur Sicherheit behalte ich immer ein Photoshop-Dokument mit allen Ebenen, also auch Kopien von den Hilfsebenen, die später aufgelöst wurden, damit ich ggf. an bestimmten Stellen nachbearbeiten kann. Die Alternative wäre alles noch einmal zu machen, was Zeitverschwendung wäre und es würde auch nie gleich aussehen.