Aquarell mit Schiffchen

Unterwegs am Bodensee (Teil 2)

Im Juni war ich am Bodensee. Einige Zeichnungen hatte ich hier ja schon gezeigt, es waren aber zuviele für nur einen Artikel. Deshalb öffne ich das Skizzenbuch heute noch einmal.

Diese Schiffchen waren nicht aus Papier, sondern aus gefaltetem Metall. Ein Kunstschmied in Salem hatte sie in groß und klein und teilweise verrostet vor seiner Werkstatt stehen.

Im Salem gibt es das bekannte Kloster und Internat, die Kirche mit wundervollen bunten Dachziegeln aus verschiedenen Jahrhunderten, einen schönen Park, ein Café, ein Feuerwehrmuseum, einen Marstall mit Stuck und Wandmalereien, und einige interessante Handwerksbetriebe. Für mich hatte das alles einen britischen Charme.

Lindau hat natürlich Motive ohne Ende, aber dieses interessante schräge Wohnhaus stand in einem schönen Kontrast zu den anderen  Gebäuden. Gern hätte ich noch den Leuchturm gezeichnet, der der einzige in Bayern ist.

Schloss Montfort in Langenargen hat einen schönen Aussichtsturm mit einer schwindelerregenden Wendeltreppe darin. Auf meiner Zeichnung sieht der Turm recht kurz aus, aber man hat einen schönen Blick von dort. Als Fotomotiv für Hochzeitspaare ist der Ort sehr beliebt, es gab einige gerüschte und geschniegelte Protagonisten.

Die Schweiz ist nicht weit weg. Ich war für einen Ausflug in Stein am Rhein und an den Rheinfällen (Klein Niagara). Bei der Zeichnung vom Marktplatz hab ich massiv geschummelt. Dort sind fast alle Häuser opulent bemalt und verziert, das habe ich nur bei einem angedeutet. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich hier ein Künstler hinsetzt und das alles zeichnet. Außerdem ist es für mich irgendwie schräg, etwas bemaltes abzumalen. Die Schirme sind auch nicht pink, sie sind in Wirklichkeit langweilig cremeweiß.

Nah an einem großen Parkplatz gab es ein paar Schrebergärten mit klitzekleinen gemauerten Häuschen.

Im Ort gibt es wunderschöne Häuser und Brücken über den Rhein, aber manchmal fällt mir etwas ganz anderes in Auge. Ich erfreue mich am Unvollkommenen.

Die barocke Wallfahrtskirche des Klosters Birnau ist schon von weitem zu sehen. Aber in meinem DIN-A6-formatigen Skizzenbuch wirkt sie nicht besonders imposant.

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