Entlang der Elbe zum Zeichnen

Auf dem Weg Richtung Magdeburg, bin ich nicht die schnellste Strecke gefahren, sondern die schönste: Ich war den ganzen Tag unterwegs und habe einige Stops entlang der Elbe eingelegt. Mein Ziel war es dort auch zu zeichnen. Das hat mal mehr, mal weniger gut geklappt. Eine kürzere Strecke und längere Stops wären sicher besser gewesen.

Drei Zeichnungen wurden auf der Fahrt fertig, die anderen waren nur grobe Skizzen und ich hab sie dann später weiter bearbeitet. Also semi Urban Sketching :-) Wenn ich den Ort gar nicht kenne, dann brauche ich erstmal Zeit zum Herumlaufen und muss mich dann für ein Motiv entscheiden. Die eigentliche Zeit zum Zeichnen schrumpft da ganz schön zusammen. Aber man muss sich ja auch nicht unter Druck setzen.

Es gibt so wunderschöne Orte und jeder war anders, als ich es erwartet hatte. Ich dachte, dass mir Stendal am besten gefallen würde, aber tatsächlich fand ich Tangermünde am charmantesten mit seiner beeindruckenden Elbbrücke, der Stadtmauer zur Elbe und vielen hübschen Häuschen.

Sehr zeichenswert wären in Stendal das Uenglinger Tor und das Tangermünder Tor. Aber dafür hätte ich jeweils sicher 2 Stunden gebraucht. So habe ich sie nur bewundert, genau wie die Mauersegler im Jacobi-Kirchturm und das Trojanische Pferd im Hof des Winckelmann-Museums, was ich bei einem nächsten Besuch gern ansehen würde. Dank einer Umleitung hab ich dann noch unfreiwillig einen Schlenker gemacht und bin am Schloss Gartow gelandet, wo gerade die Kulturelle Landpartie war.

Seehausen bietet auch einiges zum Zeichnen, z.B. das Beustertor oder die Kirche in der gerade ein Organist ganz wundervoll »Hallelujah« von Leonard Cohen spielte, während ich mich im Stehen mit meinem Zeichenbuch, dem Hund an der Leine und den Kirchtürmen abmühte. Immerhin stand ich im Baumschatten und genoss die Musik.

Einige Orte in Sachsen-Anhalt fand ich sehr trostlos. Verlassene Häuser, keine Menschen, vor allem keine Kinder zu sehen, die Infrastruktur geschlossen oder verwaist. Das hat sicher auch seinen Charme, vor allem weil es früher oft schöne Häuser waren, aber es war nicht das, was ich gerade suchte.

Meine Strecke ging so: Lüneburg, Göhrde, Dannenberg, Gorleben, Gartow, Seehausen, Stendal, Tangermünde, Jerichow, Burg, Zerbst. Auf dem Rückweg bin ich anders gefahren, aber auch weit weg von Autobahnen und über kleine Dörfer. Nur da hab ich keine Pausen gemacht.

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2 Antworten
  1. Evelyn Kuttig says:

    Oh ja, die Orte entlang der Naturparks von Lüneburg aus Richtung Berlin bergen viele Sehenswürdigkeiten und entdeckenswerte Geschichte.

    Du hast Deinen Pinsel wieder sehr schön geschwungen, liebe Katja, auch wenn Du meinst, dass Du ihm nur wenig Zeit gegönnt hast ;-) Danke für Deine anregende Schilderung mit Reisetipps.

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  2. Katja Frauenkron says:

    Danke, liebe Evelyn;

    ich fand es sehr spannend, weil ich östlich vom Wendland und Richtung Magdeburg noch nie gewesen bin. Weiter nördlich schon. Toll, was man alles in nächster Umgebung erleben kann. Ich mag unser Land. Vor allem den Norden :-)

    Liebe Grüße
    Katja

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