Ausstellung – Katja Frauenkron Deichgrafikerin https://www.deichgrafikerin.de Grafikdesign | Illustration | Kalligrafie | Kulturdesign Hamburg Wed, 24 Jul 2024 10:19:26 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.deichgrafikerin.de/wp-content/uploads/2017/06/cropped-deichkrone-1-32x32.png Ausstellung – Katja Frauenkron Deichgrafikerin https://www.deichgrafikerin.de 32 32 Madrid: Besuch im Museo Reina Sofía https://www.deichgrafikerin.de/2024/07/madrid-besuch-im-museo-reina-sofia/ https://www.deichgrafikerin.de/2024/07/madrid-besuch-im-museo-reina-sofia/#respond Sun, 14 Jul 2024 09:59:25 +0000 https://www.deichgrafikerin.de/?p=8495 Picasso Guernica, Miró Skulptur im Museum Madrid

Im Juni habe ich mit einer Freundin für ein paar Tage Madrid besucht. Ein Museumsbesuch war bei 35 Grad besonders angenehm.

Wir hatten Glück, dass es im Museo Reina Sofía gerade eine Sonderausstellung mit Werken von Antoni Tàpies gab. Die Fundació Antoni Tàpies in Barcelona hatte ich früher schon besucht und war vom katalanischen Künstler (1923–2012) und den schönen Räumen in einer ehemaligen Druckerei nachhaltig beeindruckt. Die erdige Farbigkeit, die Materialien, Kontraste und Strukturen und seine plakativen, geheimnisvollen Bilder gefallen mir sehr.

Gemälde von Antoni Tàpies im Museo reina Sofiá

Gemälde von Antoni Tàpies im Museo reina Sofiá

Gemälde von Antoni Tàpies im Museo reina Sofiá

Im Museum gab es natürlich auch Picasso (u. a. Guernica, mit dem ich quasi groß geworden bin, da eine von Schülern gemalte Kopie eine große Wand in unserer Pausenhalle schmückte), Miró, Le Corbusier, Dalí … also vor allem spanische und lateinamerikanische Kunst von Moderne bis Gegenwart.
Das Gebäude besteht aus der Fusion eines Altbaus mit einem Neubau und ist sehr weitläufig. Mit einem grünen Innenhof in dem es Skulpturen gibt, den verglasten Außenfahrstühlen und vielen Sitzmöglichkeiten, ist der Besuch sehr angenehm, selbst wenn sich viele Menschen in den Ausstellungen tummeln. Wir kamen am späten Sonnabend-Vormittag und da war es nicht sehr voll, aber als wir dann gingen, wurde es enger.
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Dörfer zeigen Kunst 2024 https://www.deichgrafikerin.de/2024/07/doerfer-zeigen-kunst-2024/ https://www.deichgrafikerin.de/2024/07/doerfer-zeigen-kunst-2024/#respond Tue, 02 Jul 2024 12:54:04 +0000 https://www.deichgrafikerin.de/?p=8458 Dörfer zeigen Kunst: Bauernhaus»Dörfer zeigen Kunst«, heißt es zum 19. Mal im Osten Schleswig-Holsteins und im Westen Mecklenburg-Vorpommerns – und ich bin sehr happy in diesem Jahr eine der AusstellerInnen im schönen Behlendorf zu sein.

An den 4 Wochenenden vom  20. Juli bis zum 11. August findet ihr mich mit meinen Werken von 13 bis 18 Uhr im Brinkhuus in Behlendorf. Insgesamt sind wir hier 13 ausstellende Künstler. Und die Qualität ist richtig gut – ich bin ganz begeistert von den Arbeiten der anderen. Hier ist die Website mit allen Infos und hier meine Künstlerseite.

Dörfer zeigen Kunst: Flyer und Karte

Behlendorf liegt westlich von Ratzeburg im Naturpark Lauenburgische Seen am Behlendorfer See. Hier lebte der Schriftsteller und Künstler Günter Grass – sein Grab findet man auf dem Friedhof an der Dorfkirche.

Dörfer zeigen Kunst: Günter Grass
Ich wurde gefragt, ob ich in diesem Jahr mit meiner Kunst an der Gruppenausstellung teilnehmen möchte. Da habe ich nicht lange überlegt. »Dörfer zeigen Kunst« ist wie eine klitzekleine »Kulturelle Landpartie« und wann wird man schon gefragt, ob man ausstellen möchte? Meist bewerben sich Künstler.

Dörfer zeigen Kunst: Häuser in Behlendorf

Da ich ja vor allem in Skizzenbüchern arbeite, die nicht so praktisch in Ausstellungen zu präsentieren sind, habe ich jede Menge neue Arbeiten – was zeitlich ganz schön sportlich war. Und es lag nahe, das Dorf, den See, die schönen Häuser zu zeichnen. Damit haben meine Aquarelle einen regionalen Bezug und die Besucher erkennen vielleicht das ein oder andere Haus.

Dörfer zeigen Kunst: Gut Behlendorf

Und es war wirklich nicht schwer Bildmotive zu finden. Ich bekam eine Führungs durchs Dorf und war dann mehrmals allein unterwegs und habe weitere hübsche Motive entdeckt. Wegen des wechselhaften Wetters in diesem Jahr, sind es nur zum Teil Urban Sketches. Ich habe auch Fotos gemacht und damit gearbeitet. Aber ziemlich frei: Die Dorfkirche gibt es als Wintermotiv und das Gutshaus im Herbststurm. Vor einem Haus stehen Kühe, die dort nicht standen und der Himmel ist meist blau, was ich nur bei einem Besuch ganz kurz sehen konnte.

Dörfer zeigen Kunst: gezeichnete Jahreszeiten
Aus einigen Bildern habe ich einen Kalender zusammengestellt und es wird auch Postkarten geben. So können Besucher Original-Aquarelle sehen und sich überlegen, ob sie ein Unikat oder lieber gedruckte Versionen haben möchten.

Was zeige ich noch in der Ausstellung?

Ich habe viele kleinformatige Kalligrafiebilder, einige auf plattdeutsch, gerahmte und ungerahmte.

Es gibt meine fiktiven Inselkarten zu sehen, die haben aber schon neue Besitzer.

Und dann gibt es gedruckte Kalender: den mit Aquarellen vom Behlendorfer Landleben, einen mit Käfer-Aquarellzeichnungen, einen mit Vogelfederzeichnungen und einen mit Strichzeichnungen von Tieren.

Käfer Illustrationen

Zeichnungen von Alpaka, Kamel, YakVogelfedern Aquarelle

Meine plattdeutschen Weihnachtskarten und diverse andere Postkarten und Klappkarten habe ich auch im Gepäck. Man weiß ja nie … so kann man ab 1 Euro etwas von mir bekommen. Aber nehmt ruhig ordentlich Bargeld mit: Künstler wollen ja auch leben :-)

Urban Sketching Elbtour

Ich überlege noch, ob ich auch Skizzenbücher oder Kalligrafie-Objekte mitnehme – also nicht zum Verkaufen, nur zum Gucken.

Kommt mich bitte zahlreich besuchen und genießt die Kunst im Brinkhuus. Ich freue mich auf euch!

 

 

 

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Auf dem Basar https://www.deichgrafikerin.de/2022/11/auf-dem-basar/ https://www.deichgrafikerin.de/2022/11/auf-dem-basar/#respond Tue, 29 Nov 2022 19:45:24 +0000 https://www.deichgrafikerin.de/?p=8175 Marktstand mit Wolle und KeramikAm Wochenende war ich eingeladen mit einem kleinen Stand mit meiner Wolle, Keramik und meinen Weihnachtskarten auf einem privaten Kunsthandwerkermarkt in Mecklenburg-Vorpommern dabeizusein. Das war sehr schön.
Supernette Menschen, Live-Musik, lecker Kuchen und Glühwein. Es wurde geschnitzt und gesungen, geplaudert und gefuttert, man saß am Feuer oder band sich einen Adventskranz aus Bio-Nordmanntanne. Es waren sehr viele Kinder da und bei mir kam schon richtig Weihnachtsstimmung auf. Ich zeige euch ein paar Bilder aus der Scheune.

Licht, Kranz, Schaukelpferd

in der Scheune

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Was machst du gerade? (13) https://www.deichgrafikerin.de/2020/02/was-machst-du-gerade-13/ https://www.deichgrafikerin.de/2020/02/was-machst-du-gerade-13/#comments Mon, 24 Feb 2020 08:00:22 +0000 https://www.deichgrafikerin.de/?p=6638 … frage ich die wunderbaren Menschen in meinem Netzwerk.

Heute ist das Michael Merkel – Archäologe, Hamburg.

Was machst du gerade?

»Ich bin Archäologe am Archäologischen Museum Hamburg, kurz AMH, in Hamburg-Harburg. Wenn ich mich dort nicht um Scherben, Ausstellungen oder „digitale Projekte“ kümmere, besuche ich unsere Ausgrabungen und schwinge neben meiner Kamera oft auch ein Mikrofon, um mit spannenden Menschen zu spannenden Themen einen Podcast aufzunehmen.

Als Sammlungsleiter im AMH bin ich auch zuständig für das Ausstellungsprogramm des Museums. Aktuell kümmere ich mich zum Beispiel um die aktuell laufende Ausstellung „hot stuff – Archäologie des Alltags“ aber auch um die kommende Ausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“. Für dieses Projekt müssen Objekte ausgeliehen werden, Handwerker organisiert und, ganz wichtig, ein Plan für den Aufbau erarbeitet werden.

In meiner Freizeit bin ich Familienvater mit einem großen Faible für die Fotografie. Fotos mache ich seitdem ich mit 16 meine erste Spiegelreflexkamera bekommen habe. Beliebte Motive sind im privaten, wie sollte es anders sein, die Familie und selbstverständlich unsere Urlaube. Dazu kommen Themen wie Graffiti und Streetart und besonders faszinieren mich verlassene Häuser und Fabriken, sogenannte Lost Places. Wer meine „Werke“ sehen möchte, wird auf Instagram bei @merktmich fündig.«

Warum bist du Archäologe geworden?

»Archäologe bin ich geworden, weil mich seit jeher die Hinterlassenschaft unserer Vorfahren interessiert haben. Ich bin eher ein visueller Mensch, d.h. in meinem Kopf entstehen Bilder, wenn ich einen 2000 Jahre alten Gegenstand in den Händen halte, vor dem Rest eines mittelalterlichen Burgwalls stehe oder in einem vor wenigen Jahrzehnten verlassenen Bauernhaus fotografiere. Besonders interessiere ich mich für unsere steinzeitlichen Vorfahren, mache mir Gedanken darüber wie und wo sie gelebt oder wie sie ein Werkzeug aus Feuerstein hergestellt haben. Hier ist sicherlich auch der Grund zu finden, warum ich in einem Museum arbeite: Ich liebe es, Geschichte(n) mit den Originalen zu gestalteten.«

Was bewegt dich?

»So sehr ich mich für Geschichte interessiere, so sehr bewegt sie mich auch: Als aufmerksamer Beobachter der aktuellen politischen Entwicklung stimmt es mich sehr bedenklich, wie stark rechte Strömungen und Ideen prominent wieder an die Oberfläche kommen, die wir eigentlich für ausgestorben hielten.«

Wo kann ich dich finden?

»Ich bin recht leicht zu finden: Persönlich findet Ihr mich unter der Woche im AMH – dort bestimme ich übrigens gerne eure Funde! Digital und wie schon gesagt auf Instagram

 

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Ausstellung »Le Geste fait Signe« https://www.deichgrafikerin.de/2018/03/ausstellung-le-geste-fait-signe/ https://www.deichgrafikerin.de/2018/03/ausstellung-le-geste-fait-signe/#respond Mon, 12 Mar 2018 13:05:07 +0000 https://www.deichgrafikerin.de/?p=6381

Sehr gerne würde ich mich nach Süd-Frankreich beamen um die Gemeinschafts-Ausstellung »Le Geste fait Signe« zu sehen, die vom 14.3. bis 21.4. in Barjac/Uzès stattfindet.
Verschiedene großartige Kalligrafen aus Frankreich, Italien, Belgien, Deutschland, der Schweiz und Großbritannien stellen aus. Insgesamt sind 19 Künstler beteiligt.

Vielleicht ist ja jemand in der Zeit dort unterwegs, dann guckt euch das unbedingt an! Ich habe zumindest den Ausstellungskatalog bekommen, der ist sehr inspirierend. Hier seht ihr ein paar Innenseiten daraus: Anja Lüdtke, Massimo Polello, Laurent Pflughaupt, Denise Lach. Das Covermotiv ist von Yves Leterme.

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Ausstellung »Künstlerbücher – Die Sammlung« https://www.deichgrafikerin.de/2018/02/ausstellung-kuenstlerbuecher-die-sammlung/ https://www.deichgrafikerin.de/2018/02/ausstellung-kuenstlerbuecher-die-sammlung/#respond Sun, 25 Feb 2018 11:22:19 +0000 https://www.deichgrafikerin.de/?p=6252

Künstlerbücher haben sich seit den 1960er Jahren als eigenständige Kunstart etabliert.
Künstlerbuchsammler Jürgen Becker bringt es hier auf den Punkt: »Diese Künstlerbücher sind ja nicht von einem guten Layouter mit dem Künstler gemacht. Sondern diese Bücher sind von den Künstlern konzipiert, von Anfang bis Ende: Format, Farbe, Inhalte.«
Nach dem Besuch dieser Ausstellung in der Kunsthalle, kann ich viel besser trennen, was das Künstlerbuch vom Kunstbuch oder künstlerischem Buch unterscheidet.

Nun weiß ich auch, dass einige meiner Bücher Künstlerbücher sind. Und zwar die, bei denen ich mir Thema, Optik und Inhalt komplett selbst erarbeitet habe. Dazu gehören also nicht die Kalligrafiebücher, die in Workshops entstanden sind – das sind Übungsobjekte für Schriften, Farben und Buchbindetechniken. Die eigentliche Kunst beginnt erst dann, wenn das Neuerlernte in mein Repertoire übergegangen ist und ich es durch meinen Filter gebe und daraus etwas Eigenständiges entsteht.

Vielseitige Kunstgattung

• Andy Warhols Portfolio FLASH entstand als Reaktion auf die Ermordung John F. Kennedys 1963. Es besteht aus Siebdrucken vergrößerter Zeitungsausschnitte und Bilder.
• Begehbare Bücher: Almut Hilf übersetzt Räume als Buchseiten-Layout in BÜCHER SIND WÄNDE.
• Stefan Marx veröffentlicht seine Zeichnungen und Schriftbilder in kopierten Schwarz-Weiß-Zines und gestaltet für das Plattenlabel Smallville Records kontrastreiche Cover.
• Sol Lewitt arbeitete sich in seinen Büchern, z.B. COLOR GRIDS oder MODULAR DRAWINGS exzessiv durch Farben, Strukturen und Elemente.
• Spannend: Bruce Nauman hat 1970 in L A  AIR stark vergrößerte Himmelsausschnitte eines klaren Himmels gezeigt, die auf Doppelseiten unerwartete Farbkontraste bilden.

Kritik

Mir gefiel gut, wie die Bücher in ihrem künstlerischen Kontext präsentiert werden: In den Räumen wurden ergänzend Bilder, Filme und Installationen aus dem Werk der Künstler gezeigt.
Der Umfang der Ausstellung ist toll: Auf einem ganzen Stockwerk der Galerie der Gegenwart kann man in das Thema eintauchen.

Kunsthistorikerin Viola Hildebrand-Schat, spricht in einem Video über die Bedeutsamkeit des Blätterns in den Künstlerbüchern. Genau das habe ich in die Ausstellung sehr vermisst. Man sieht meist nur das Cover, oder eine Doppelseite aus den Büchern. Das war für mich ziemlich enttäuschend. Nur ein einziges Buch konnte man sich komplett auf einem Tablet ansehen. Warum wurden die Bücher nicht zusätzlich digitalisiert und dann den Besuchern der Ausstellung als Filme oder auf Bildschirmen präsentiert?
Auch der Katalog der Ausstellung bringt sehr wenig Einblick in die Bücher. Schade.

Bis zum 2. April 2018 ist die Ausstellung Künstlerbücher in der Hamburger Kunsthalle zu sehen.

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Alice Teichert – Zwischen den Zeilen https://www.deichgrafikerin.de/2017/10/alice-teichert-zwischen-den-zeilen/ https://www.deichgrafikerin.de/2017/10/alice-teichert-zwischen-den-zeilen/#respond Thu, 05 Oct 2017 09:44:00 +0000 http://www.deichgrafikerin.de/deichgrafik/2017/10/alice-teichert-zwischen-den-zeilen/

In Lübeck gibt es gerade eine beeindruckende Ausstellung mit den Werken von Alice Teichert, die ich im September gemeinsam mit 2 Gestaltern aus Toronto besucht habe.
Das Museumsquartier St. Annen zeigt »Zwischen den Zeilen« noch bis zum 15. Oktober 2017.

Die Künstlerin Alice Teichert lebt seit den 1980ern in Kanada und hat erst dort die Farbe für sich entdeckt. Sie verwebt in ihren Bildern Skripturales mit Farbflächen von großer Tiefe und Intensität. Das ist für mich als Grafikerin, die auch mit Kalligrafie und Illustration arbeitet, natürlich sehr anregend.
Der größte Teil der Ausstellung bestand aus diesen genialen großformatigen Gemälden.

In den Räumen entsteht ein Dialog ihrer Bilder mit mittelalterlichen Büchern und Schnitzaltären aus der Sammlung des Museums.
Einige Bilder wirkten wie gestaltete Doppelseiten eines Buches. Die transluzide Malerei bekommt durch eine extrem glänzende Oberfläche noch mehr Tiefe. Ein spannender Kontrast zu dem matten Papier der betagten Stundenbücher.

Und dann gibt es Blätter, die an zarten Fäden im Raum hängen, und auf denen sie mit Schriften, Musik-Zeichen und Buchstaben spielt. Musik spielt in ihrer Biografie eine bedeutende Rolle.

Es fällt mir sehr schwer nur ein paar ihrer Bilder für diesen Artikel auszuwählen – das Werk ist so vielfältig und spannend. Deshalb hier noch ein Buchtipp: In) Formation (Zur Philosophie und Kunst von Alice Teichert)

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Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne https://www.deichgrafikerin.de/2017/05/paula-modersohn-becker-weg-in-moderne/ https://www.deichgrafikerin.de/2017/05/paula-modersohn-becker-weg-in-moderne/#comments Mon, 08 May 2017 05:30:00 +0000 http://www.deichgrafikerin.de/deichgrafik/2017/05/paula-modersohn-becker-der-weg-in-die/

Und schon ist sie vorbei, die wunderbare Paula Modersohn-Becker Ausstellung im Bucerius Kunstforum. Wer sie verpasst hat, kann hier im Film einen Eindruck bekommen.

Paula wurde nur 31 Jahre alt. In dieser Zeit hat sie Hunderte Werke geschaffen. In der Ausstellung waren 80 davon zu sehen. Es gab interessante Gruppierungen: u. a. Kinderbilder, Birken, Selbstbildnisse, Zeichnungen, Stilleben.

Zu Lebzeiten wurde ihre avantgardistische Art sich auszudrücken, die sich zeitlich zwischen den Impressionisten und den Expressionisten bewegte, nicht wirklich verstanden. Sie eckte damit an und gilt gerade deshalb heute als Wegbereiterin der Moderne.

Der Audioguide war wieder sehr informativ und stimmungsvoll. Ich gehe kaum noch ohne Audioguide in große Ausstellungen, sie bereichern und unterstützen das Visuelle sehr.
Auch den schönen Katalog habe ich mitgenommen um in Ruhe tiefer einzutauchen.

Demnächst besuche ich das Paula-Modersohn-Becker Museum in Bremen. Ich weiß nicht warum ich so lange damit gewartet habe.

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Die Kunst der Buchumschläge https://www.deichgrafikerin.de/2017/04/die-kunst-der-buchumschlage/ https://www.deichgrafikerin.de/2017/04/die-kunst-der-buchumschlage/#respond Mon, 24 Apr 2017 05:00:00 +0000 http://www.deichgrafikerin.de/deichgrafik/2017/04/die-kunst-der-buchumschlage/

Vor ein paar Wochen war ich im Museum für Kunst und Gewerbe in einer Ausstellung über die Kunst der Buchumschlag-Gestaltung. Es gab um die 400 Umschläge zu sehen.

Buchumschläge werden erst seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts grafisch gestaltet. Davor ließ sich der Besitzer einer Bibliothek seine erworbenen Buchblöcke einheitlich in Leder binden – Bibeln oder Gesangbücher sind durch Leder, Samt oder Edelmetall geschützt. Seit den 1920ern und mit dem Aufkommen der Taschenbücher in den 1950ern verbreiteten sich farbige Umschläge aber immer weiter.

Das hier sind Bilder von Entwürfen und Andrucken für Umschläge, die ich ganz spannend finde. Die Fotos sind leider nicht so gut, weil alles unter Glas geschützt war und die Reflexionen etwas stören.

In der Ausstellung fiel mir wieder auf, dass ich das Grafikdesign, was 30-40 Jahre alt ist nicht besonders schön finde (1980er-1990er). Bei größerem Abstand (also vor den 1980ern) werden die Sachen für mich wieder viel attraktiver. In 10 Jahren ist mein Empfinden dann vermutlich wieder weiter gewandert. Ich weiß nicht woran es liegt. Geht es euch ähnlich?

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Zu Besuch auf Schloss Gottorf https://www.deichgrafikerin.de/2017/02/zu-besuch-auf-schloss-gottorf/ https://www.deichgrafikerin.de/2017/02/zu-besuch-auf-schloss-gottorf/#respond Mon, 13 Feb 2017 07:00:00 +0000 http://www.deichgrafikerin.de/deichgrafik/2017/02/zu-besuch-auf-schloss-gottorf/

Letzte Woche staunte ich mich viele Stunden durch Schloss Gottorf in Schleswig: Kunst, Kultur, Kunsthandwerk, Architektur, Geschichte, Archäologie – ein Landesmuseum, was mit seinen verschiedenen Bestandteilen für die ganze Familie ein gutes Ausflugsziel ist.

Im Winter kann man zwar nicht alles besichtigen – Barockgarten und Globus, Reithalle und Kreuzstall waren geschlossen – aber man bekommt mehr als genug zu sehen.

Da ist zuerst mal das Schloss selbst. Ich war beeindruckt von der Schönheit einzelner Räume, dem Stuck, den Deckenformen, besonderen Details und Möbeln.

Besonders der Hirschsaal (früher ein Musik-/Tanzsaal) hatte eine spezielle Atmosphäre und Akustik. Die Decken sind schwarz bemalt, aber im Stil stark vergrößerter Zeichnungen. An den Wänden prangen plastisch-gestaltete Wildtiere vor gemalten Naturszenen – endlich mal keine toten Tierköpfe und Geweihe an der Wand. Der Plöner Saal strahlt dagegen leicht und hell in Weiß und Gold.
Es gibt eine schöne Jugendstilsammung und an Emil Nolde kommt man natürlich in Schleswig-Holstein auch nicht vorbei.

Das gigantische 1700 Jahre alte Nydamboot ist ein einem eigenen Gebäude links vom Schloss untergebracht.

Und die Galerie der Klassischen Moderne bietet so viel wunderbare Kunst, auch ganz aktuelle, dass man schon allein hier einen erfüllten Tag verbringen kann. In dem Gebäude ist auch ein Café.
Und dann gibt es natürlich immer wieder Sonderausstellungen.

Wenn ihr da mal in der Nähe seid, dann nehmt euch die Zeit für einen Besuch. Und danach geht ihr zur Belohnung dann lecker Fisch essen an der Schlei.

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